Archiv der Kategorie: Sonstiges

2880 – Die andere Seite

Vor 16 Jahren begann (nicht alles, aber) vieles mit der ersten Ausgabe des mittlerweile legendären 2880 Filmfestivals in Leverkusen.

Der Kurzkrimi „Warum?“ mit Gerd Buurmann und Ariane Raspe machte im Jahr 2004 den zweiten Platz bei der Gala, nachdem wir 48 Stunden Zeit hatten, aus dem vorgegebenen Genre und Titel einen Kurzfilm zu machen.

Neun Mal nahmen wir bis 2015 (mit „Die Molekularbiologin“) an dem Festival teil. Und gestern durfte ich (Daniel) zum ersten Mal auf der anderen Seite Platz nehmen, nämlich am Tisch der Jury, um die diesjährigen Filme zu bewerten. Eine wirklich harte Aufgabe, denn die Filme waren zum Teil wirklich hervorragend. Da eine begründbare Reihenfolge in Form von Punkten festzulegen, hat mich mindestens genauso nervös gemacht wie früher, als ich als Teilnehmer auf der Bühne stand und die Punkte von der damaligen Jury bekam.

Die Jury 2019 (von links nach rechts: Bilal Bahadır, Suzanna Zawieja, Johannes Deutsch, Chantal Bergemann, Rüdiger Dill, Daniel Raboldt)
Die Jury 2019 (von links nach rechts: Bilal Bahadır, Suzanna Zawieja, Johannes Deutsch, Chantal Bergemann, Rüdiger Dill, Daniel Raboldt)

Es war mir jedoch eine große Ehre und hoffentlich kann ich nächstes Jahr wieder dabei sein. Jedem aufstrebenden oder auch schon geübten Filmemacher kann ich dieses Festival nur wärmstens ans Herz legen. Sich dieser Herausforderung einmal stellen, kann süchtig machen und die Ergebnisse liefern einen anarchistischeren und gerade darum ehrlicheren und vor allem breiteren Blick auf die Kurzfilmkunst als so manches prestigeträchtigeres Filmfestival, bei dem die Namen zwar groß, das Spektrum aber manchmal sehr dürftig ist.

Gewonnen hat dieses Jahr der fantastische Animationsfilm „Der Tag, an dem ich in die Sonne blickte“, ein Biopic (das war das ausgeloste Genre) über die Astronomin Annie Jump Cannon. Ein rundum gelungener Film mit tollen Zeichnungen, Farben, Musik und wirklich sehr runder und ausgewogener Dramaturgie. In 48 Stunden eigentlich unmöglich umzusetzen, aber das Team mit dem Namen „Trick 17“ hat es geschafft (und neben dem Jurypreis auch den Publikumspreis abgeräumt). Glückwunsch noch einmal!

„Rise of the Machines“ im Sauerland

Einmal im Jahr treffen sich in der Nähe des Möhnesee-Staudamms im Sauerland einige der weltweit führenden Neuro-Wissenschaftler, Informatiker, Kognitionswissenschaftler, Psychologen, Philosophen und viele andere in einer unauffällig versteckten Bildungseinrichtung im Sauerland zum sogenannten „IK – Interdisciplinary College“, um sich dort unter einander und im Kontakt mit Studenten aus aller Welt auf den neuesten Stand zu bringen, was die Entwicklung der sogenannten „A.I.“ bzw. Künstlichen Intelligenz angeht.

Darunter fällt erst mal alles vom einfachen fiesen (oder nett-harmlosen) Twitter-Bot, der sich als Mensch tarnt, bis zum Computer, der irgendwann vielleicht einmal ein eigenes Bewusstsein entwickelt. Ein wahnsinnig spannendes Thema, das dieses Jahr auch aus philosophischer Perspektive behandelt wurde. Was ist überhaupt ein Bewusstsein? Und woran kann ich es (von außen) erkennen? Alles Themen, mit denen Axel Ricke von Lumatik und Daniel Raboldt von Nocturnus Film sich schon während des Philosophiestudiums beschäftigt haben.

Dazu kommen natürlich auch noch ethische Fragen: Angenommen, ein elektronisches, neuronales Bewusstsein „erwacht“, müsste es dann nicht ebenso moralische Rechte bekommen wie wir alle? Oder ist das zu anthropomorphistisch gedacht? Sollte man überhaupt versuchen, ein solches Bewusstsein zu erzeugen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigte sich das IK, welches dieses Jahr den schönen Titel „Me, my self and I“ trug.

Axel und Daniel waren die ganzen acht Tage über mit ihrer Kamera dabei und haben gefilmt (und mit geschrieben), was das Zeug hält. Der Film, der hoffentlich daraus entstehen soll, ist zwar nicht für die Öffentlichkeit gedacht, da es sich eher um einen internen Imagefilm handelt, aber natürlich wollten wir euch die Info nicht vorenthalten, wo wir gesteckt haben und warum z.B. bei Instagram mitunter so merkwürdige Fotos entstanden sind.

Das gesamte Treffen ist eine wahnsinnig anregende Woche mit sehr vielen interessanten Gesprächen, die Informationen aus erster Hand liefern (im Unterschied zu dem, was manche paranoide Schlagzeile einem manchmal weismachen möchte). Ja, es ist vielleicht für den einen oder anderen schockierend, was bereits technisch alles möglich ist. Aber in manch anderer Hinsicht sind wir auch eher beruhigt aus der Woche gegangen. Ganz so schnell werden wir doch noch nicht alle durch einen Terminator ersetzt.

Für jeden Interessierten (der keine Angst vor Mathematik oder höherer Physik hat) ist dieses Treffen definitiv empfehlenswert. Tolle Atmosphäre, nette intelligente Menschen und ein Kübel voll Wissen wird einem da präsentiert. Und natürlich leuchtet sofort das Herz jedes SciFi-Fans, wenn er mal eine „bionische“ Hand schütteln darf (siehe Bild oben). 😉

Masuren – Die verlorenen Dörfer

Tief in den masurischen Wäldern in Polen findet man plötzlich, überwachsen von Bäumen, Moos und Unterholz, sehr alte vergessene Gräber.

Ganze Friedhöfe hat es hier einst gegeben, die zu Dörfern gehörten, die zwar Jahrhunderte überdauert haben, aber seit circa 70 Jahren einfach verschwunden sind. Löcher im Boden, zerfallene Mauerwerke und manchmal eine Tasse oder ein Grabkreuz, zwanzig Zentimeter unter dem Waldboden, deuten heute noch darauf hin, dass hier Menschen gewohnt und gearbeitet und ihre Familienangehörigen begraben haben.

Die Menschen, die hier lebten, wurden „Masuren“ genannt, heute heißt nur noch die Gegend so. Wer waren diese Menschen? Wie haben sie gelebt und warum sind sie verschwunden? Damit beschäftigen sich deutsche und polnische Historiker von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dem Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf, dem polnisch-deutschen Verein Borussia, polnische Landschaftsarchitekten und andere.

Im September 2017 verbrachte Daniel Raboldt zwei Wochen mit ihnen in den Wäldern des ehemaligen Ostpreußens, um das Projekt, die Friedhöfe wieder sichtbar zu machen, sie zu konservieren und dem Vergessen zu entreißen, zu dokumentieren.

Houston, we had a problem!

Leider ist mir viel zu spät aufgefallen, dass die einzelnen Seiten hier auf Nocturnus Film in den letzten Tagen (oder länger?) gar nicht mehr sichtbar waren. Sowas wird mir leider gar nicht gemeldet und ich habe es nur durch Zufall bemerkt.

Konnte das Problem aber beheben… Leider ist die Seite (und damit alle Beiträge) jetzt wieder auf dem Stand vom Dezember 2016 und alle News seit damals wurden gelöscht. Das ist natürlich extrem ärgerlich!

Habe eine Beschwerde an’s Universum und die Götter des Olymp geschickt, aber bisher leider noch keine Antwort erhalten… Merkwürdig… Ein paar Tage gebe ich ihnen noch. Ihr wisst ja, wie faul das Universum ist (Entropie und so).

Nun ja, genug des Geschwafels, ich hoffe, dass jetzt alles wieder rund läuft und ihr mich regelmäßig hier besuchen kommt.

Beste Grüße,

Euer Daniel

26.4.: Es ist „Alien Day“

37 Jahre ist es her, dass die Crew der Nostromo unter der Regie von Ridley Scott auf dem Planeten „LV-426“ landete und dort das absolute Grauen weckte. Seit dem taucht das von H.R. Giger entworfene Xenomorph in den Alpträumen der Popkultur auf!

Nach der englischen Schreibweise des Datums ist also der 26. April (4 / 26) der sogenannte „Alien Day“.

Und wie es sich gehört, posten wir zu diesem Anlass unser cooles kleines, halbparodistisches Remake der letzten Szene, das es bei YouTube mittlerweile auf stattliche 114000 Klicks gebracht hat – „The Last Survivor“ mit Siri Nase (als Ellen Riley) und Gerald Arp (als Alien)! Gedreht bei Akki e.V. in unserem tollen Raumschiff-Set, dem ich jeden Tag eine kleine Träne nachweine.

Viel Spaß!

Star Wars, Star Wars und… Star Wars!

J.J. Abrams hat heute (bzw. gestern Abend) demonstriert, dass es noch Hoffnung für alle Star-Wars-Fans gibt. Der neue erweiterte Teaser-Trailer ist ein Sahnestück und beweist wieder einmal, dass praktische Effekte (also tatsächlich gebaute und real abgefilmte Sets und Requisiten) jede CGI-Materialschlacht kilometerweit hinter sich lassen, wenn es um Atmosphäre, Feeling, Look und Stimmung geht.

Zum Beweis gibt es hier den Trailer:

Und pünktlich haben es die TubeHeads heute geschafft, in ihrer Episode 5 auch endlich einen fetten Star Wars Sketch unterzubringen:

Der Teaser für „Star Wars: The Force awakens“ ist da!!!

Okay, normalerweise posten wir hier nichts, das Filme betrifft, mit denen wir nichts zu tun haben, aber… wenn J.J. Abrams einen neuen „Star Wars“-Film macht und der erste Teaser erscheint, dann kommen wir als Science Fiction-Nerds nicht umhin, unserer Begeisterung Ausdruck zu verleihen.

Da ist er! Der erste Teaser für „Star Wars: Episode 7 – The Force Awakens“…

 

Warum der Deutsche Filmförderfond Sinn macht

Eine kleine Mitteilung in (mehr oder weniger) eigener Sache:

Als wir erfuhren, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages den Deutschen Filmförderfond um ganze 10 Millionen Euro kürzen will, haben wir bei der Lumatik Film eine kurze Drehpause eingelegt, und diesen kleinen Clip erstellt, der nochmal betont, warum eine solche Kürzung nicht nur schlimm für die deutsche Filmbranche  sondern obendrein auch noch völlig unsinnig für den Bundeshaushalt ist.

Bitte so oft teilen wie möglich! Dankeschön!