Hanseatic Booth in Schottland

Indiana Jones auf Tauchstation, atlantische Piraten und rätselhafte Gräber in Schottland


Im Sommer 2022 fand auf der schottischen Inselgruppe Orkney eine Ausgrabung statt, die ein jahrtausendealtes Gehöft freilegte, auf dem bereits die Wikinger siedelten. Bis ins 19. Jahrhundert lebten und arbeiteten hier Menschen, die sich hauptsächlich mit internationalem Handel beschäftigen. Segelt man einige Kilometer weiter nördlich zu den Shetland Inseln und wandert auf der nördlichsten Insel Unst zur Küste, stößt man auf einem alten Friedhof neben einer längst vergessenen, zerfallenen Kapelle auf einige Gräber, die deutsch klingende Namen tragen. Was hat es mit diesen Gräbern auf sich? Wer waren Seefahrer wie Segebad Detken, die schon vor einem halben Jahrtausend diese Inseln besuchten?

Alter Friedhof auf Unst, Shetland

Bei der Sonderausstellung „Immer Weiter – Die Hanse im Nordatlantik“ des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven geht es um die Geschichte der Hanse, die nach der Übergabe der Inselgruppen Orkney und Shetland an Schottland im 15. Jahrhundert (vorher gehörten sie zu Norwegen bzw. zur dänischen Krone) überall auf den Inseln tätig werden durfte. Die Spuren davon sind zum Teil noch offen sichtbar, zum Teil muss man sie in Inschriften in alten Kathedralen suchen, zum Teil liegen sie auch verschollen auf dem Grund des Ozeans und müssen mit modernster Technik von Unterwasser-Archäologen geborgen werden.

Zum Start der Ausstellung veröffentlichte das DSM Bremerhaven drei kurze, zum Teil animierte Erklärfilme von mir, die etwas über die Geschichte erzählen und natürlich neugierig machen sollen auf die – sehr empfehlenswerte – Ausstellung in Bremerhaven, die vom 23. März 2023 bis 2024 in der berühmten Kogge-Halle zu sehen ist. Da ich wegen des Drehs zum Spielfilm „Shadow Road“, der zeitgleich in Frankreich stattfand, selber leider nicht bei der Ausgrabung auf den Orkney-Inseln filmen konnte, hat der tolle und sehr sympathische, schottische Kameramann Cameron Carroll von Redbeard Productions aus Inverness die Kameraarbeit übernommen.



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