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Uraufführung von „Im Rücken der Geschichte“

Nach fünf langen Monaten des Drehens und Schneidens  hatte der Dokumentarfilm „Im Rücken der Geschichte – Die verlorenen Dörfer von Masuren“ am Mittwoch, dem 28. Februar 2018 in Düsseldorf seine Uraufführung.

Bei vielen masurischen Gerichten, Häppchen und Getränken wurde im Anschluss viel zwischen den anwesenden deutschen und polnischen Gästen, den Studenten und Forschern und auch mit Filmemacher Daniel Raboldt diskutiert.

Der Film wurde sehr gelobt und viele ältere Menschen bedankten sich für die durchaus auch kritische Reise in die Vergangenheit. Wie sollten / dürfen Forscher vorgehen bei der Rekonstruktion der Vergangenheit? Gibt es ein Recht auf Vergessen? Und welche Rolle spielt das Aufkommen von nationalistischem Gedankengut (heute und damals) im normalen Alltagsleben der Menschen?

Das Masuren-Projekt des Gerhart-Hauptmann-Hauses, der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf wird auf jeden Fall in Zusammenarbeit mit den polnischen Organisationen Sadyba Mazury und Borussia fortgeführt.

Denn wenn es etwas gibt, das man einer Politik der Grenzen und auch der zurzeit in ganz Europa wieder aufkeimenden Fremdenfeindlichkeit entgegen stellen kann, dann ist es die Zusammenarbeit zwischen Menschen verschiedener Länder und Kulturen. Ein Beispiel dafür liefert der Film „Im Rücken der Geschichte“.

Die Geschichte des Films an der Heinrich-Heine-Universität

Im Mai und im Juni 2013 war Daniel Raboldt zusammen mit seiner Kollegin Karin Woyke vom Filmmuseum an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und hat dort im Rahmen der Kinderuniversität mehrere Vorträge über die Entstehung des Films, seine Geschichte und seine technischen und künstlerischen Besonderheiten gehalten. Die Heinrich-Heine-Universität war so freundlich, die Aufnahmen des Vortrags auf ihre Website zu stellen. Folgt einfach dem Link, wenn ihr eine kleine kindgerechte Einführung in die Entstehung des Films haben wollt.

Viel Spaß!

Link zum Film…

 

Dokumentation zur Pogromnacht 1938

Am 9. November wurde in der Auferstehungskirche Düsseldorf der Film „Aber keiner hat etwas gesehen und kleiner hat etwas gewusst“ gezeigt, eine Dokumentation zum Gedenken an das Novemberpogrom 1938 in Düsseldorf. Unter der Regie von Daniel Raboldt und der inhaltlichen Leitung von Historiker Uwe Augustin wurde dieser Film zusammen mit Schülerinnen und Schülern des neunten Jahrgangs des Cecilien-Gymnasiums für die Mahn- und Gedenkstätte und das Filmmuseum Düsseldorf produziert.

Der Film rekapituliert die Ereignisse, die der berüchtigten Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 vorangingen, dokumentiert die Nacht selber und stellt einige unbequeme Fragen zu unserem Gedenken an die grausamen Vorfälle. Interviewt wurden unter anderem die Historikerin Hildegard Jakobs von der Mahn- und Gedenkstätte und Waldemar Schäfer, der ehemalige Chefredakteur des Handelsblattes, dessen Verlagshaus heute auf dem Grundstück der ehemaligen Großen Synagoge in der Kasernenstraße steht, aber auch Zeitzeuginnen, welche die Nacht selbst noch erlebt haben und davon berichten können.