Zwei neue Animationsfilme – Jugend checkt Düsseldorf

Das Jahr 2020 stand für Daniel und Nocturnus Film ganz im Zeichen des Zeichentrick- und Animationsfilms. Da das Drehen unter den Corona-Maßnahmen so gut wie unmöglich ist, wurden eben die Bleistifte gespitzt und die Grafiktabletts aus dem Schrank geholt. Zu den verschiedenen Projekten, die 2020 gestartet wurden, gehören nicht nur die „Cubus Anthology“, an der tapfer weiter gearbeitet wird und der Erklärfilm zur Kommunalwahl 2020 (den gibt’s hier auf YouTube -> KLICK), den ersten richtigen komplett von Hand erstellten Zeichentrickfilm von Daniel Raboldt, sondern auch die folgenden beiden Filme zum Projekt „Jugend checkt Düsseldorf„, das von der Servicestelle Partizipation und dem Jugendring Düsseldorf ins Leben gerufen wurde.

Die beiden Filme sind sehr ähnlich, der erste richtet sich jedoch vornehmlich an Kinder und Jugendliche (von 6 bis 16 Jahren), während der zweite an Erwachsene und die teilnehmenden Einrichtungen adressiert ist. Im Unterschied zum Kommunalwahl-Film handelt es sich hier um eine Mischung aus gezeichnetem 2D-Vordergrund und 3D-animierten Hintergründen. Es ist wirklich spannend, diese Film-Gattung zu erforschen, die einem deutlich mehr Freiheiten erlaubt als ein Realfilm. (Trotzdem vermissen wir das Drehen mit echten Schauspielern vor echten Kameras in echten Kulissen doch sehr… 😢)

Die Erzählerstimme wurde übrigens von der großartigen Katharina Schwarzmaier eingesprochen, die man unter anderem in den deutschen Synchronfassungen von „Das verborgene Gesicht“ (extrem empfehlenswerter spanischer Gänsehautthriller), „Deepwater Horizon“ (auch sehr gut) oder auch in Clint Eastwoods „Sully“ hören kann. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal!

Hewes Pictures erwirbt die Rechte an „A Living Dog“

Es ist getan! Der nächste große Schritt ist vollbracht und wir können es kaum fassen… Auf Facebook oder auf Instagam habt ihr es ja vielleicht schon mitbekommen. Daniel hat gestern seinen ersten Spielfilm-Vertrag unterzeichnet und mit Hewes Pictures haben wir nun einen Vertrieb und eine Sales Agentur in einem, die versuchen werden, unseren Film in die breite Öffentlichkeit zu bringen.

Damit ist der (ziemlich erfolgreiche) Festival-Run erst einmal beendet und es geht nun hoffentlich weiter auf Streaming-Plattformen, DVDs, Blu-Rays und hoffentlich dem einen oder anderen kleinen Kino. Ein großer Schritt auf dieser langen Reise, die im August 2015 mit dem ersten Storyentwurf begann (damals hieß der Film noch „The silent deserter“ 😂), 2016 seine erfolgreiche Kampagne auf Kickstarter hinlegte und dann mit einem großartigen Cast und einer wahnsinnig engagierten Crew gedreht, bearbeitet, geschnitten, mit Effekten versehen, vertont und mit Musik geadelt wurde, bevor er dann 2019 seine Premiere feierte.

Vielen Dank noch einmal an alle Freunde, Festivalleitungen, Kickstarter-Supporter und Teammitglieder, die uns so wundervoll unterstützt und begleitet haben. Die Daumen dürfen natürlich gedrückt bleiben!

Drei neue Awards für „A Living Dog“

Es scheint, dass die Trübseligkeiten des letzten Jahres sich langsam einem Ende nähern… Hoffentlich. Oder zumindest ist uns ein kleiner Hoffnungsschimmer zwischendurch gewährt worden. Ein Jahr, nachdem wir unseren Festival-Run mit großartigen Festivals wie dem Max Ophüls Festival, dem Snowdance Independent Filmfestival, New Renaissance und dem Miami SciFi Festival eigentlich für beendet hielten, haben wir am Wochenende bei einem kleinen, unscheinbaren Festival in Madrid, dem 3rd Amazing Shorts and Movies! Filmfestival noch einmal drei neue Preise bekommen: und zwar für Best Sound (Sebastian Tarcan), Best Cinematography (Thorsten Franzen, sein zweiter Preis für „A Living Dog mittlerweile“) und für den Schnitt (Daniel Raboldt).

Damit steht „A Living Dog„, unser erster Spielfilm, bei insgesamt 17 Nominierungen und (davon) gewonnenen 10 Awards! Eine vollständige Liste der Festivals und Preise gibt es übrigens hier bei Filmfreeway.

Masuren – Die Dokumentation UPDATE

Hallo ihr Lieben,

einige von euch erinnern sich vielleicht daran, dass ich vor drei Jahren mit meiner Kamera in den polnischen Wäldern von Masuren eine Expedition begleitet habe, die sich auf die Suche nach verschwundenen Dörfern und überwachsenen Friedhöfen gemacht haben. Herausgekommen ist dabei der Dokumentarfilm „Im Rücken der Geschichte – Die verlorenen Dörfer von Masuren“, der im Jahr 2018 seine Premiere feierte und 2019 beim Polish International Film Festival den Preis für die beste internationale Dokumentation erhielt.

Wer ihn noch nicht gesehen hat, kann das jetzt hier nachhholen, denn der Film steht jetzt auf YouTube. Viel Spaß beim Anschauen. Ich freue mich auf Eure Kommentare und natürlich darüber, wenn ihr den Link weitergebt und möglichst viele Leute den Film anschauen.

Es gibt jetzt auch eine polnische Sprachfassung, für die Schauspielerin Izabela Gwizdak uns ihre schöne Stimme geliehen hat.

Wer soll Oberbürgermeister werden?

Wie ihr durch meinen letzten kleinen Social Spot vielleicht mitbekommen habt, ist am 13. September in Düsseldorf Kommunalwahl. Letzte Woche habe ich mir für YouPod und den Jugendring Düsseldorf mal die 5 wichtigsten Oberbürgermeister-Kandidaten vorgenommen und ihnen jeweils 4 Fragen gestellt. Falls ihr noch nicht sicher seid, wen ihr wählen sollt, dann schaut doch mal rein!

Viel Spaß!

Animationsfilm zur Kommunalwahl 2020

Am 13. September 2020 findet in Düsseldorf die Kommunalwahl statt. Aus diesem Grund haben der Düsseldorfer Jugendring, das Jugendportal YouPod und Nocturnus Film zusammen einen Animationsfilm produziert, der jugendlichen Erstwählern die Wahl erklären und nahebringen soll.

Drehbuchautor, Zeichner und Regisseur Daniel Raboldt stellte sich für diesen Film vor die ungewohnte Aufgabe, zum ersten Mal einen kompletten Animationsfilm per Hand zu zeichnen. Ein Animationsstil, der leider sehr aus der Mode gekommen ist, aber nach wie vor deutlich lebendiger und interessanter aussieht als jede noch so perfekte Computeranimation. Ob das riskante Unterfangen gelungen ist, könnt ihr gern selbst beurteilen.

Untersützt wurde Daniel Raboldt dabei von Mara Luka und Robin Czerny, zwei wunderbaren Schauspielern, die sämtliche Rollen des Films eingesprochen haben.

Viel Spaß!

PS.: Die fünf wichtigsten Kandidaten habe ich übrigens interviewt -> Klick mich!

Intergalaktisches Update zur „Cubus Anthology“

Futuristische Grüße aus der einen Isolation in die andere! Ich hoffe, ihr seid alle gesund und munter und habt noch genug Lesestoff!

Unser Crowdfunding für unsere neue Science Fiction Webserie „The Cubus Anthology“ läuft noch 4 Tage und wir stehen bereits bereits bei 3100 Euro. Das ist fantastisch. Es sind ein paar schicke neue Belohnungen dazu gekommen, wie z.B. eine DVD-Ausgabe der kompletten ersten Staffel, ein wertvoller Bildband von Vulkan-Fotograf Adrian Rohnfelder (siehe Bild unten) und sogar 10 Exemplare der sehr streng limitierten Crowdfunding-DVD-Ausgabe von „A living Dog. Diese waren jedoch schon nach ein paar Tagen weg.

Die Arbeit an den ersten Folgen ist auf jeden Fall schon in vollem Gange. Die ersten Storyboards werden gezeichnet, 3D-Modelle gebaut und Drehbücher geschrieben. Aus der geplanten ersten Episode „Optimize“ gibt es hier einen kurzen Live-Mitschnitt von mir beim Zeichnen eines der Storyboard-Shots. Viel Spaß!

Corona und die Welt, in der wir alle grad leben, macht uns zu schaffen. Viele Menschen haben Existenzängste, müssen ihr hart Erspartes ankratzen und damit umgehen, dass sie nun 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche fast kaum aus der Wohnung oder dem Haus kommen. Manche sehen das als Chance, andere sind genervt, viele versuchen, die neu gewonnene Zeit sinnvoll zu nutzen, andere entspannen endlich mal richtig und wiederum andere sind völlig am Rande des Nervenzusammenbruchs. Erinnert ihr euch noch an die Zeiten, als genörgelt habt, weil ihr jeden Morgen um 6:30 Uhr aufstehen musstet oder ihr im Stau geflucht habt? Und wünscht ihr die Zeiten zurück…? Manchmal schon, oder? Als kleine Aufheiterung (und als Erinnerung an die weit entfernte Zeit mit den Verkehrsstaus) gibt es hier einen sehr geilen Ausblick auf die 2d-animierte Episode „Congestion„, die von Zeichnerin und Designerin Kivi Beine geschrieben, inszeniert und animiert wird. Es geht um einen Taxifahrer, der einen eleganten Weg findet, all die Staus zu umgehen, die sonst zwischen den Paralleluniversen herrschen!

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Interview mit dem West-Ost-Journal

Das Projekt „Die verlorenen Dörfer“ in Masuren geht weiter.

Während das Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf an einer Ausstellung zum Thema arbeitet, hat das West-Ost-Journal ein Interview mit der Projektleiterin und Historikerin Dr. Sabine Grabowski und Regisseur Daniel Raboldt geführt. Darin geht es einerseits um das Projekt und dessen Zukunft als auch um den Film „Im Rücken der Geschichte – Die verlorenen Dörfer von Masuren“ und das Thema Dokumentarfilme ganz allgemein.

Wer nachlesen möchte, kann sich die Ausgabe (01/2020) des Journals als PDF unter diesem Link herunterladen. Auf Seite 31 steht ein Bericht über das Projekt selbst und auf Seite 32 beginnt das Interview. 

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Die Heinzel wünschen frohe Weihnachten!

Das durchaus sehr erfolgreiche Jahr 2019 neigt sich langsam dem Ende zu. Es wird zwar sicher noch die eine oder andere (hoffentlich gute) Nachricht eintrudeln, aber ich wollte die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Kollegen, Freunden, Bekannten, Verwandten und Unterstützern zu bedanken für ein Jahr, das nicht nur die Premiere von „A Living Dog“ gesehen hat, sondern noch vieles mehr. Wir liefen mit dem Film bereits auf vier Kontinenten, konnten drei internationale Preise einheimsen und auch die Dokumentation „Im Rücken der Geschichte“ über die verlorenen masurischen Dörfer ist endlich zu internationalen Ehren gekommen und beim Polish International Filmfestival mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet worden.

„A Living Dog“ konnte außerdem noch beim erstmals stattfindenden Festival de SciFi Terror y Fantasia in Bogotá, Kolumbien zwei Nominierungen abstauben: eine für den besten Science Fiction Feature Film und eine für das Beste Sounddesign. Da wird unser Sounddesigner Sebastian Tarcan ordentlich vor Freude mit den Ohren geschlackert haben. 😉

Zur Feier des Tages präsentieren wir einen Weihnachtsgruß von NetCologne, für die die Kölner Lumatik Film mit Unterstützung von Daniel Raboldt auch dieses Jahr wieder einen süßen Animationsfilm basteln durfte. Letztes Jahr hatten wir einen Zeichentrickfilm gemacht, dieses Jahr war nun ein komplett 3D-animierter Film gefragt. Und auf das Ergebnis sind wir doch ziemlich stolz.

Viel Spaß, spektakuläre Feiertage und einen besinnlichen Rutsch ins neue Jahr (oder so ähnlich) wünschen Euch Daniel Raboldt und Nocturnus Film!

2880 – Die andere Seite

Vor 16 Jahren begann (nicht alles, aber) vieles mit der ersten Ausgabe des mittlerweile legendären 2880 Filmfestivals in Leverkusen.

Der Kurzkrimi „Warum?“ mit Gerd Buurmann und Ariane Raspe machte im Jahr 2004 den zweiten Platz bei der Gala, nachdem wir 48 Stunden Zeit hatten, aus dem vorgegebenen Genre und Titel einen Kurzfilm zu machen.

Neun Mal nahmen wir bis 2015 (mit „Die Molekularbiologin“) an dem Festival teil. Und gestern durfte ich (Daniel) zum ersten Mal auf der anderen Seite Platz nehmen, nämlich am Tisch der Jury, um die diesjährigen Filme zu bewerten. Eine wirklich harte Aufgabe, denn die Filme waren zum Teil wirklich hervorragend. Da eine begründbare Reihenfolge in Form von Punkten festzulegen, hat mich mindestens genauso nervös gemacht wie früher, als ich als Teilnehmer auf der Bühne stand und die Punkte von der damaligen Jury bekam.

Die Jury 2019 (von links nach rechts: Bilal Bahadır, Suzanna Zawieja, Johannes Deutsch, Chantal Bergemann, Rüdiger Dill, Daniel Raboldt)
Die Jury 2019 (von links nach rechts: Bilal Bahadır, Suzanna Zawieja, Johannes Deutsch, Chantal Bergemann, Rüdiger Dill, Daniel Raboldt)

Es war mir jedoch eine große Ehre und hoffentlich kann ich nächstes Jahr wieder dabei sein. Jedem aufstrebenden oder auch schon geübten Filmemacher kann ich dieses Festival nur wärmstens ans Herz legen. Sich dieser Herausforderung einmal stellen, kann süchtig machen und die Ergebnisse liefern einen anarchistischeren und gerade darum ehrlicheren und vor allem breiteren Blick auf die Kurzfilmkunst als so manches prestigeträchtigeres Filmfestival, bei dem die Namen zwar groß, das Spektrum aber manchmal sehr dürftig ist.

Gewonnen hat dieses Jahr der fantastische Animationsfilm „Der Tag, an dem ich in die Sonne blickte“, ein Biopic (das war das ausgeloste Genre) über die Astronomin Annie Jump Cannon. Ein rundum gelungener Film mit tollen Zeichnungen, Farben, Musik und wirklich sehr runder und ausgewogener Dramaturgie. In 48 Stunden eigentlich unmöglich umzusetzen, aber das Team mit dem Namen „Trick 17“ hat es geschafft (und neben dem Jurypreis auch den Publikumspreis abgeräumt). Glückwunsch noch einmal!