Alle Beiträge von Daniel Raboldt

„A Living Dog“ ist fertig!

Es ist tatsächlich geschafft! Unser bisher größtes und ambitioniertestes Projekt, der Science Fiction Spielfilm „A Living Dog“ ist nach vier Jahren Arbeit fertig gestellt.

Die tolle Designerin und Künstlerin Melissa Ugurel hat uns zu diesem Anlass dieses tolle Poster gestaltet. Vielen Dank dafür!

 

Das Drehbuch, das im Jahr 2015 geschrieben wurde, haben wir nach der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter im Jahr 2016 im finnischen Lappland gedreht, nördlich des Polarkreises und während der Zeit der Mitternachtssonne, die uns ein unbeschreibliches Licht lieferte.

Bis Mitte 2017 gab es noch einige Nachdrehs in Deutschland und ab dem Sommer 2017 steckten wir dann anderthalb Jahre lang in der an Effekten sehr aufwendigen Postproduktion. Komponistin Nora Ebel lieferte uns eine wunderschöne und sehr spannende, ungewöhnliche Filmmusik und der Sounddesigner Sebastian Tarcan gestaltete den großartigen 7.1-Sound, der dem Film einen Großteil seiner unheimlichen und düsteren Atmosphäre verschafft.

Und nach all dieser Zeit werden wir in nur wenigen Tagen im Kreis unserer treuen Unterstützer bei Kickstarter, dem wirklich tapferen Team, das mit nur wenigen aber dafür hoch motivierten und fähigen Menschen dieses Projekt auf die Beine gestellt und verwirklicht hat, und ein paar wenigen Gästen das erste Screening in einem echten Kino feiern.

Danach fangen wir an, uns bei Filmfestivals auf der ganzen Welt zu bewerben. Drückt uns also weiter die Daumen, damit „A Living Dog“ sein Publikum findet.

 

Richeza-Preis für das Masuren-Projekt

Für den Dokumentarfilm „Im Rücken der Geschichte – Die verlorenen Dörfer von Masuren“ begleitete Autor und Regisseur Daniel Raboldt ein Gruppe von deutschen und polnischen Forschern und Studenten in die Wälder Masurens, wo sich die Expedition auf die Suche nach Dörfern begab, die seit dem Ende des zweiten Weltkriegs vergessen sind.

Das Projekt, das von verschiedenen deutschen und polnischen Institutionen getragen wird, geht natürlich weiter. Auch in diesem Jahr wird es eine Expedition geben, bei der Deutsche und Polen nach Spuren der verlorenen Dörfer suchen, um gemeinsam die eigene Vergangenheit aufarbeiten. Dieses großartige Projekt wurde jetzt mit dem Richeza-Preis des Landes NRW für „herausragende Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung“ ausgezeichnet. Ich bin sehr stolz, an diesem Projekt mitgewirkt zu haben. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja eines Tages eine Fortsetzung des Filmes.

Flauschiges Alien auf Kinoflimmern gesichtet

Kennt ihr eigentlich die Seite Kinoflimmern? Das ist eine deutsche Streaming-Plattform, auf der ihr euch auch Filme anschauen könnt, die etwas außergewöhnlich sind und sich abseits des Mainstreams bewegen. Deutsche Independent-Filme, frühe Klassiker von Großmeister Alfred Hitchcock, gute Romy-Schneider-Filme wie „Nachtblende“ oder „Abschied in der Nacht“ und so weiter…

Und dort gibt es auch eine Abteilung, die sich „Indie for free“ nennt, wo ihr kostenlos Independentfilme streamen könnt, so oft euer Herz danach begehrt. Und wer hat seinen Platz dort mittlerweile gefunden? Ein lila Wuschel-Alien namens „Furple“ mit seinem kleinen Roboter namens „Arnold“. Eine große Ehre!

Schaut doch mal rein, die Seite lohnt sich!

„Furple Reign“ auf Kinoflimmern.com

Wie geht’s eigentlich „A Living Dog“?

Es gibt mal wieder Spannendes zu berichten aus der Nocturnus Film Schmiede.

Nachdem wochen- und monatelang an den Effekten, der Musik und der Soundabmischung von „A Living Dog“ gearbeitet haben und auch noch immer arbeiten, nähern wir uns langsam aber sicher der Fertigstellung. Näheres dazu gibt es im Update-Video von Daniel Raboldt und Thorsten Franzen.

Außerdem könnt ihr am Ende des Videos einen ausgiebigen Blick auf einige Szenen werfen, die einen großen Anteil an Spezialeffekten haben und es gibt noch eine Ankündigung für November und unseren Auftritt beim Berlin SciFi Filmfest!

Viel Spaß!

„Rise of the Machines“ im Sauerland

Einmal im Jahr treffen sich in der Nähe des Möhnesee-Staudamms im Sauerland einige der weltweit führenden Neuro-Wissenschaftler, Informatiker, Kognitionswissenschaftler, Psychologen, Philosophen und viele andere in einer unauffällig versteckten Bildungseinrichtung im Sauerland zum sogenannten „IK – Interdisciplinary College“, um sich dort unter einander und im Kontakt mit Studenten aus aller Welt auf den neuesten Stand zu bringen, was die Entwicklung der sogenannten „A.I.“ bzw. Künstlichen Intelligenz angeht.

Darunter fällt erst mal alles vom einfachen fiesen (oder nett-harmlosen) Twitter-Bot, der sich als Mensch tarnt, bis zum Computer, der irgendwann vielleicht einmal ein eigenes Bewusstsein entwickelt. Ein wahnsinnig spannendes Thema, das dieses Jahr auch aus philosophischer Perspektive behandelt wurde. Was ist überhaupt ein Bewusstsein? Und woran kann ich es (von außen) erkennen? Alles Themen, mit denen Axel Ricke von Lumatik und Daniel Raboldt von Nocturnus Film sich schon während des Philosophiestudiums beschäftigt haben.

Dazu kommen natürlich auch noch ethische Fragen: Angenommen, ein elektronisches, neuronales Bewusstsein „erwacht“, müsste es dann nicht ebenso moralische Rechte bekommen wie wir alle? Oder ist das zu anthropomorphistisch gedacht? Sollte man überhaupt versuchen, ein solches Bewusstsein zu erzeugen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigte sich das IK, welches dieses Jahr den schönen Titel „Me, my self and I“ trug.

Axel und Daniel waren die ganzen acht Tage über mit ihrer Kamera dabei und haben gefilmt (und mit geschrieben), was das Zeug hält. Der Film, der hoffentlich daraus entstehen soll, ist zwar nicht für die Öffentlichkeit gedacht, da es sich eher um einen internen Imagefilm handelt, aber natürlich wollten wir euch die Info nicht vorenthalten, wo wir gesteckt haben und warum z.B. bei Instagram mitunter so merkwürdige Fotos entstanden sind.

Das gesamte Treffen ist eine wahnsinnig anregende Woche mit sehr vielen interessanten Gesprächen, die Informationen aus erster Hand liefern (im Unterschied zu dem, was manche paranoide Schlagzeile einem manchmal weismachen möchte). Ja, es ist vielleicht für den einen oder anderen schockierend, was bereits technisch alles möglich ist. Aber in manch anderer Hinsicht sind wir auch eher beruhigt aus der Woche gegangen. Ganz so schnell werden wir doch noch nicht alle durch einen Terminator ersetzt.

Für jeden Interessierten (der keine Angst vor Mathematik oder höherer Physik hat) ist dieses Treffen definitiv empfehlenswert. Tolle Atmosphäre, nette intelligente Menschen und ein Kübel voll Wissen wird einem da präsentiert. Und natürlich leuchtet sofort das Herz jedes SciFi-Fans, wenn er mal eine „bionische“ Hand schütteln darf (siehe Bild oben). 😉

Uraufführung von „Im Rücken der Geschichte“

Nach fünf langen Monaten des Drehens und Schneidens  hatte der Dokumentarfilm „Im Rücken der Geschichte – Die verlorenen Dörfer von Masuren“ am Mittwoch, dem 28. Februar 2018 in Düsseldorf seine Uraufführung.

Bei vielen masurischen Gerichten, Häppchen und Getränken wurde im Anschluss viel zwischen den anwesenden deutschen und polnischen Gästen, den Studenten und Forschern und auch mit Filmemacher Daniel Raboldt diskutiert.

Der Film wurde sehr gelobt und viele ältere Menschen bedankten sich für die durchaus auch kritische Reise in die Vergangenheit. Wie sollten / dürfen Forscher vorgehen bei der Rekonstruktion der Vergangenheit? Gibt es ein Recht auf Vergessen? Und welche Rolle spielt das Aufkommen von nationalistischem Gedankengut (heute und damals) im normalen Alltagsleben der Menschen?

Das Masuren-Projekt des Gerhart-Hauptmann-Hauses, der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf wird auf jeden Fall in Zusammenarbeit mit den polnischen Organisationen Sadyba Mazury und Borussia fortgeführt.

Denn wenn es etwas gibt, das man einer Politik der Grenzen und auch der zurzeit in ganz Europa wieder aufkeimenden Fremdenfeindlichkeit entgegen stellen kann, dann ist es die Zusammenarbeit zwischen Menschen verschiedener Länder und Kulturen. Ein Beispiel dafür liefert der Film „Im Rücken der Geschichte“.

Frohes Fest, liebe Endzeit- und SciFi-Fans!

Frohe Weihnachten!… nachträglich…

Mit ein bisschen Verspätung wegen (noch nicht vollständig behobenen) Kompressionsproblemen, werden wir unser Versprechen, Euch noch vor Ende des Jahres einen Trailer zu präsentieren, natürlich trotzdem einlösen.

Da die einzige Kompression, die nicht völlig nach Digital-Müll aussah, nur bei Facebook möglich war, kann es sein, dass ihr dort eingeloggt sein müsst, um euch das Video anzuschauen… Wer das nicht mag, kann sich den Trailer auch auf Kickstarter anschauen.

Mehr Infos zum Film und wie er entstanden ist, gibt es hier (Facebook) und hier 🙂

Deswegen sagen wir an dieser Stelle einfach mal: Genug gequatscht! Viel Spaß!

Audiovisueller Zwischenbericht (a.k.a. Video-Update) zu „A Living Dog“

Da es jetzt mal längere Zeit keine Neuigkeiten gab, wollten Thorsten  Franzen und Daniel Raboldt nicht schon wieder einen endlos langen Text schreiben zum Stand von „A Living Dog“ schreiben, sondern stattdessen lieber ein anständiges Video-Update machen, so wie es sich für das lesefaule 21. Jahrhundert gehört 😉

Viel Spaß!

Masuren – Die verlorenen Dörfer

Tief in den masurischen Wäldern in Polen findet man plötzlich, überwachsen von Bäumen, Moos und Unterholz, sehr alte vergessene Gräber.

Ganze Friedhöfe hat es hier einst gegeben, die zu Dörfern gehörten, die zwar Jahrhunderte überdauert haben, aber seit circa 70 Jahren einfach verschwunden sind. Löcher im Boden, zerfallene Mauerwerke und manchmal eine Tasse oder ein Grabkreuz, zwanzig Zentimeter unter dem Waldboden, deuten heute noch darauf hin, dass hier Menschen gewohnt und gearbeitet und ihre Familienangehörigen begraben haben.

Die Menschen, die hier lebten, wurden „Masuren“ genannt, heute heißt nur noch die Gegend so. Wer waren diese Menschen? Wie haben sie gelebt und warum sind sie verschwunden? Damit beschäftigen sich deutsche und polnische Historiker von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dem Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf, dem polnisch-deutschen Verein Borussia, polnische Landschaftsarchitekten und andere.

Im September 2017 verbrachte Daniel Raboldt zwei Wochen mit ihnen in den Wäldern des ehemaligen Ostpreußens, um das Projekt, die Friedhöfe wieder sichtbar zu machen, sie zu konservieren und dem Vergessen zu entreißen, zu dokumentieren.